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Planung und Konzeption Textillogistik

Facility Management: Berufswäsche / Textillogistik » Grundlagen » Planung und Konzeption

Planung und Konzeption in der Textillogistik für effiziente Arbeitsbekleidungsprozesse

Planung und Konzeption der betrieblichen Textillogistik

Eine leistungsfähige Textillogistik beginnt nicht mit der Auswahl von Berufskleidung oder eines Wäschereidienstleisters. Zunächst muss geklärt werden, welche Textilien von welchen Nutzergruppen in welchen Mengen, Qualitäten und Versorgungsrhythmen benötigt werden und wie der vollständige Textilkreislauf organisiert werden soll.

Im Facility Management betrifft dies beispielsweise Berufskleidung, persönliche Schutzkleidung, Flachwäsche, Handtücher, Reinigungstextilien, Putztücher oder Matten. Die Anforderungen unterscheiden sich erheblich nach Branche, Nutzung, Hygiene, Arbeitsschutz und Organisationsmodell. FM-Connect versteht Textillogistik entsprechend als vollständige Prozesskette von Bedarf und Bereitstellung über Ausgabe, Rücknahme und Aufbereitung bis zu Reparatur, Ersatz und Aussonderung.

Planung und Konzeption der Textillogistik: Prozesse, Ressourcen und effiziente Versorgung

Bedarf und Nutzergruppen zuerst bestimmen

Ausgangspunkt der Planung sollte eine belastbare Mengenermittlung sein.

Die reine Beschäftigtenzahl reicht als Planungsgrundlage regelmäßig nicht aus. Entscheidend ist der tatsächliche Umlaufbestand je Nutzergruppe und Textilart.

Dabei sind insbesondere zu berücksichtigen:

  • Anzahl und Struktur der Beschäftigten,

  • Tätigkeiten und Einsatzbereiche,

  • erforderliche Kleidungs- und Textilarten,

  • Größen- und Passformverteilung,

  • Wechsel- und Waschhäufigkeiten,

  • Schichtmodelle und Betriebszeiten,

  • saisonale Schwankungen,

  • Neueintritte und Personalfluktuation,

  • notwendige Puffer- und Reservebestände,

  • Sondergrößen und individuelle Anforderungen.

Den gesamten Textilkreislauf planen

Prozessschritt

Zentrale Planungsfrage

Ausstattung

Welche Textilien erhält welche Nutzergruppe?

Ausgabe

Persönlich, größenbezogen, Schrank oder Automat?

Nutzung

Welche Wechselintervalle gelten?

Rückgabe

Wo und wie wird Schmutzwäsche gesammelt?

Abholung

In welchem Rhythmus übernimmt die Wäscherei?

Aufbereitung

Welche Hygiene- und Qualitätsanforderungen gelten?

Rücklieferung

Wie erfolgt die Zuordnung und Bereitstellung?

Reparatur

Wann wird instandgesetzt und wann ersetzt?

Aussonderung

Wie erfolgen Rücknahme, Recycling und Entsorgung?

   

Räume und Wege frühzeitig berücksichtigen

Textillogistik benötigt geeignete bauliche Voraussetzungen.

FM-Connect weist bei planungsbegleitenden Projekten darauf hin, dass eine zu späte Berücksichtigung der Textillogistik Umwege, Hygienerisiken und spätere Nachrüstungen verursachen kann.

Besonders bei Neubauten, Umbauten und Standortverlagerungen sollten frühzeitig geplant werden:

  • Umkleiden und Spindkapazitäten,

  • Wäscheausgabe- und Rücknahmebereiche,

  • Automatenstandorte,

  • Lager- und Reserveflächen,

  • Transport- und Lieferwege,

  • Trennung sauberer und benutzter Textilien,

  • Aufstellflächen für Sammelbehälter,

  • Anliefer- und Abholzonen.

Bereitstellungsmodell bewusst auswählen

Je nach Organisation kommen unterschiedliche Modelle infrage: persönliche Kleiderkonten, größengebundene Pools, Schrankversorgung oder automatisierte Ausgabe- und Rückgabesysteme mit RFID. Die Website behandelt diese Varianten bereits als eigenständige Planungsfelder.

Bei der Auswahl sollten insbesondere bewertet werden:

  • Versorgungssicherheit,

  • Nutzerkomfort,

  • Flächenbedarf,

  • Bestandsmenge,

  • Verlustquote,

  • Investitions- und Betriebskosten,

  • Rückverfolgbarkeit,

  • Datenschutz,

  • Erweiterbarkeit und Automatisierungsgrad.

Schnittstellen und Verantwortlichkeiten festlegen

Textillogistik berührt Facility Management, Einkauf, Personal, Arbeitsschutz, Hygiene, IT, Betriebsrat, Nutzer und externe Textildienstleister. Bereits im Konzept sollte deshalb festgelegt werden, wer für Bedarfsfreigabe, Stammdaten, Bestellung, Ausgabe, Reklamation, Bestandskontrolle und Dienstleistersteuerung verantwortlich ist.

Das Ergebnis der Planung sollte kein abstraktes Konzeptpapier sein, sondern ein belastbares Betriebsmodell aus Mengengerüst, Sortiment, Logistikprozess, Raum- und Technikbedarf, Verantwortlichkeiten, Datenmodell, Serviceanforderungen und KPI.

So wird Textillogistik von einer reaktiven Wäscheversorgung zu einem planbaren Versorgungsprozess, der Hygiene, Arbeitsschutz, Nutzerkomfort, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit miteinander verbindet.